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Operation weiße Wand

07.03.2021

Mit dem Projekt „Operation weiße Wand“ konnten wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die SchülerInnen konnten live bei der Planung eines solchen Vorhabens dabei sein, sie bekamen Einblicke in die vielfachen Anforderungen und verlangten Fähigkeiten des MalerInnenberufs und lernten, sich mit hohem Maß an Eigenverantwortung um die Umsetzung des Projekts zu kümmern. UND: Danach hatten nicht nur frische weiße, sondern auch zwei wunderschöne blaue Wände und damit zwei immens aufgewertete Klassenräume!

Bedarfsberechnung

Um die richtige Menge an Farbe und Kreppband zu bestellen, mussten wir zunächst ein bisschen recherchieren und ein paar Berechnungen anstellen. Mathematische Kenntnisse waren gefragt: Flächen- und Umfangsberechnungen sowie proportionale Zuordnungen kamen hier zum Zug.

Know-How

Die Malermeisterin, die uns dann die Materialien anlieferte, nahm sich viel Zeit, uns ausführlich zu erklären, wie man vorgehen muss und was zu beachten ist. Während wir alle etwas naiv an die Sache gingen und dachten, so ein paar Wände sind doch schnell gestrichen, lehrte sie uns eines Besseren! Wir lernten Fachbegriffe wie „Beschneiden“* und „Laibung“** , erhielten Tipps, wie wir möglichst keine Spuren an Mensch und Einrichtung hinterlassen, wurden mit Funktion und Gefahr von Isolierspray vertraut gemacht, wurden über Vorsichtsmaßnahmen am Arbeitsplatz in Kenntnis gesetzt, lernten alles Wichtige zur Werkzeugpflege und Lagerung der Materialien und – wovon wir alle am meisten begeistert waren – lernten eine Technik, mit Hilfe von Acrylfarbe eine absolut perfekte Farbkante zu erzeugen!

* Beschneiden: „Wenn man mit dem Pinsel an einer Kante vorsichtig vorbeistreicht (z. B. Fensterscheibe) wird das vom Maler als ‚beschneiden‘ bezeichnet“ (Malerlexikon.de).

**Laibung: „Die ‚Laibung‘ oder ‚Leibung‘ ist die senkrechte Fläche in einem Mauerwerk, die an Fenster- und Türöffnungen die innere, der Öffnung zugewandte Mauerfläche bildet“ (Wikipedia.de).

Und: Action!

Die vielen Informationen, die wir erhielten, mussten dann in einen Arbeitsplan gegossen werden und dann konnte es los gehen: Alles abkleben, die Wände präparieren, erster Anstrich...trocknen lassen...zweiter Anstrich...aufräumen...und endlich: über das Resultat freuen!!

Wie war´s?

Zum Abschluss des 3-tägigen Projekts haben wir uns ein letztes Mal zusammengesetzt und über den Verlauf ausgetauscht. Drei SchülerInnen haben dies für uns zusammengefasst:
„Wir haben als Schüler der Klinikschule an der Züricher Straße an dem Streichprojekt in zwei Räumen unserer Schule teilgenommen. Zur Vorbereitung wurde eine Malermeisterin eingeladen, die uns mit Material zum Streichen und einem Berg an Informationen ausstattete. Wie komplex diese Arbeit war, wurde uns erst nach ihrem Vortrag bewusst. Also begannen wir die Räume abzukleben, abzudecken und mit weißer Farbe zu grundieren. Stundenlang waren wir mit dem Streichen der blauen Farbe beschäftigt und haben alles feinsäuberlich verarbeitet. Es hat viel Spaß gemacht, neben dem normalen Unterricht auch etwas Praktisches zu machen und ein tolles Ergebnis zu sehen. Wir freuen uns, dass wir Teil dieses Projektes sein durften.“

Das Ergebnis: